#COFFEETALK - Me Time VS introvertiert


Ich habe lange überlegt, wie ich mit diesem Beitrag beginnen soll. Da ich es nicht weiß, erzähle ich euch erst einmal, dass ich nicht weiß, welche Worte ich schreiben soll. Nun, ich bin ein Mensch, der gern allein ist. Mindestens eine Stunde am Tag benötige ich einfach für mich. Auch ein halber (oder ganzer) Tag in der Woche ist mein Traum. Me Time. Aber ist das denn nun selbstsüchtig von mir? Oder bin ich einfach nur introvertiert? 

Me Time = introvertiert ?

In meiner sogenannten Me Time mache ich Sport, ich setze mich auf eine Parkbank in die Sonne und vertiefe mich so richtig in das neue Buch oder ich schaue (Binge Watching - wenn ich ehrlich bin) Gilmore Girls und lackiere mir dazu ganz klischeehaft die Nägel. Es ist eine Zeit am Tag, in der das Handy ausgeschalten bleibt oder in der ich 20 Minuten lang durch Instagram scrolle. Ich mache, was ich möchte und genau das ist der Punkt. Ich entspanne mich nicht mit zwei anderen Freundinnen beim Fernsehen. Ja, es lenkt mich vom Alltag und der ungeputzten Küche ab; entspannt bin ich danach aber nicht. Bin ich daher nun introvertiert? Eben nicht. Laut Duden ist eine introvertierte Person eine, die auf das eigene Seelenleben gerichtet, nach innen gekehrt und verschlossen ist. Und genau das bin ich nicht. Ich lerne gerne neue Leute kennen, verbringe Zeit mit tollen Menschen und genieße mein Leben mit anderen, ich helfe meinen Mitmenschen und setzte mich für sie ein. Außerdem plappert eine extrovertierte Person viel. Und das mache ich gern. Aber eben nicht 24/ 7.


Wie selbstsüchtig ist das?

Gerade überlege ich, dass ich das bei einer anderen Person eher selbstbedacht nennen würde. Sie weiß, wann der ganze Tumult zu viel ist, wenn Körper und Seele Zeit für sich selbst benötigen, weiß etwas mit sich selbst anzufangen und sammelt dadurch Kraft für Zeit mit anderen, die man dadurch - da man ja genug Energie hat- mehr genießen kann. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben, kommt es wahrscheinlich auf das Mittelmaß an: Würde ich zu viel Zeit "mit mir" verbringen, kreisen meine Gedanken und im Endeffekt zieht mich die geliebte Me Time nur hinunter. Zu viel Zeit mit anderen, raubt mir aber auch die Leichtigkeit, die ich für den Alltag benötige. Generell fällt es mir leicht, die Balance zu halten. Schwierig wird es, wenn ich länger mit anderen unterwegs bin, zum Beispiel einen Kurzurlaub in der Gruppe verbringen. Ständig frage ich mich: Bin ich egoistisch, wenn jetzt etwas Zeit für mich möchte? Wenn ich den Tisch verlasse, um einmal eine Runde zu drehen oder mich für eine halbe Stunde auf das Bett zu legen, um ein Buch zu lesen?

Ich bin die Person, die für mein Wohlbefinden und für mein Lebensglück verantwortlich ist. Daher kann auch ich entscheiden, wann ich "genug" habe und Zeit für mich möchte.Was man (oder auch nur ich) vermutlich benötigt, ist folgendes: Gleichgewicht. Eine Balance zwischen den aktiven, abenteuerlustigen Parts und den Ruhephasen. Denn dann ist das weder Selbstsucht noch Egoismus, sondern Achtsamkeit für sich selbst. 



Manchmal brauche ich Zeit für mich selbst. Ich bin nicht traurig. Ich bin nicht böse. Ich lade meine Batterien wieder auf.




Was macht ihr in eurer Me Time? Benötigt ihr auch immer einmal wieder Zeit für euch? 



            Schon meinen letzten Beitrag gelesen? Nicht? Dann HIER entlang ...

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